wie soll es auch anders sein. Auch in dieser Fasnet haben wir zum Narrenbaumstellen mal wieder ein traumhaftes Wetter. Sturmtief Sabine droht erst in der Nacht von Sonntag auf Montag aufzukreuzen – sicherheitshalber wurde der Dolden des Baumes im Vorfeld abgesägt. Die Spargelzeit steht ja schließlich auch schon fast vor der Tür.

Beinahe pünktlich begann der Zunftmeisterempfang im hiesigen Pfarrheim. Für unsere Narreneltern Pascalino und Ebinchen war es das 11. Jubeljahr. Mit vier Liedern stimmten uns unsere Schalmeien in Festlaune, dann begrüßte unser Vorstand Pascal im Prinzip jeden, welcher im Saale zu Gast geladen war, unausgelassen auch die fleißigen Helferlein in der Küche.

Er bedankte sich äußerst höflich bei dem Pfarrgemeindeteam für die Nutzungserlaubnis des Pfarrheimes. Dieser Erlaubnis ist ein Mietvertrag mit mindestens 4 Durchschlägen und der Absegnung durch Pfarrer Schneider hinterlegt. Mit Komplizitäten und Hürden nur so gespickt. Wir werden gemeinsam einen Rosenkranz beten, das während der Fasnet nichts passiert und für die nötigen Durchschläge überreicht Pascal der Pfarrgemeindevertretung ein 4lagiges Toilettenpapier.

Natürlich ist das Immenstaader Prinzenpaar vor Ort. Prinzessin Nathalie – unausgesprochen die Festhupe-Prinzessin, glänzt mit Ihrem Lebenslauf in den Immenstaader Narrengruppen. Wird sicher bald als Elfer in den Rat gewählt – versaufen würde sie es allemal (leider konnte sie an diesem Tag stimmbänder-kaputt-bedingt nicht reden!) wird verbal durch Papa Königin Rüdiga vertreten. Prinz Jonas – Immenstaad’s D…hahn für legige Hennen, bedankt sich prinzenhaft für die Einladung, in Gedanken schon auf der Theke des Kippenhauseners Festzelt. Narrenvater Hoss weiß vom Besuch der charmanten Hohstubewieber vergangenen Mittwoch zu berichten: Eine halbe Stunde Krankheiten, eine Stunde Thermomix mit Kochrezeptenaustausch, eine Stunde Tupperware. Als die spanischen Nierlen zum Gesprächsthema wurden, übergab er diesen hochwürdigen Besuch seiner Gattin Cordi.

Pascalino und Ebinchen erläutern das Konzept der neuen Umgehungsstraße. Kippenhauser’s Landwirte erhalten als Ausgleich einen Autohof – damit kehrt der Reichtum zu den Bauern zurück.

Bürgermeister Henne nebst Gattin Emma im Bienenflausch fühlen sich in Kippenhausen zwischen Obst und Wein ganz wohlig, bringen süßen Honig eimerweis. Diese süße Kost kann man seinen Untertanen liebevoll um den Mund rumschmieren und sich dann aus dem (Blüten)staub machen.

Auch Ralf Weber von der Volksbank Überlingen stand am Rednerpult. Wir erhielten einen Check zum Jubiläum: “111,11 €”-Spende. Gabi Holzmann zeigte sich äußerst dankbar – ein Sprung um dessen Hals kam bei Ihr aus vollem Herzen.

Gefühlt 100 x stimmt die Narrenzunft aus Friedrichshafen das Lied an: “Wenn das so weiter geht …” und anstoßen. Mindestens ebenso oft wird das Badner Lied im Stehen gesungen … der Zunfti wird mal wieder mit Überlänge glänzen.

Unsere Patenzunft, die Guggenbichler aus Ittendorf, unsere treuen Gäste, hoffen jedes Jahr auf’s Neue, dass sich doch endlich mal mehr Mitglieder aus unseren Reihen zum Ittendorfer Narrenbaumstellen am schmotzigen Dunstig zu Ihnen verirren-dorfern würden.

“Meersburger Weine beflügeln”! so flötet unser Ortsvorsteher am liebsten auf seiner neuen Trompete. Immer für ein Stell-Dich-Ein bereit, am diesjährigen Zunfti als Musikmacher. Aber wo ist denn unser Supermann? Hängt am Telefon und löst Kippenhauser Problemfälle, wie z. B. die ungesetzlich entsorgten überschüssigen Kürbisse. Und er muss ungemangelte Falten im Winkel ausbügeln. Aber für ein schmeichelndes Täubchen-Gesäusel für seine Gisela muss Zeit bleiben.

Illmensee. Nun diese waren schon bereits seit über 10 Jahren zu unserem Zunfti eingeladen. Hielten es jedoch nie für wichtig, uns zu besuchen. Im vergangenen Jahr erhielten Sie an Ihrem Zunfti die letzte Möglichkeit, unsere Einladung anzunehmen: Resultat – sie werden von nun an jedes Jahr erscheinen und sich diesen Event nicht mehr entgehen lassen. So die Worte des frischgewählten Bürgermeisters Michael zu Illmensee.

Ebenso schließt sich Langenargen an. Von nun an jährlich in Kippenhausen! UNAUFGEFORDERT

Bei Veranstaltungen in Friedrichshafen gibt es hi und da ein kleines Toilettenproblem – Zunftmeister Oliver Venus durfte auf einem Klothron mit indirekter Beleuchtung Platz nehmen. Er erinnert sich an einen WC-Moment im Büro, kein Klopapier vorhanden, saukalt und Pascal am anderen Ende der Leitung. Das End vom Lied: Pascal wird zum Württembergischen Türsteher ernannt, das Eulenstübchen zum “Württembergischen Stübchen” umgetauft. Auf seiner Ukulele spiel Venus eine “Hommage an Württemberg”. Oliver Venus muss erst sein Instrument stimmen. Kommentar vom OV: “das erste Mal, dass ein Fischbacher stimmt!” Aber ganz on top: Katzenzunft Kippenhausen laufen am Häfler Umzug als Nr. 1. Neidische Nachbarzünfte vermuten, dass hierfür viel Geld geflossen sein muss.

Dann wurde es ehrfürchtig im Pfarrsaal: Pascal verlieh im Beisein von drei Abgeordneten des ANRs Orden. So viele wie noch nie.

Hästräger Orden erhielten: Jürgen Eberle und Christian Morlock

Ehrenhäsorden Silberkranz erhielten: Margret Röhrenbach und Helga Saupp

Verdienstorden erhielt: Heinz Wacker

Goldschliff erhielten: Siegfried Hässler und Hermann Hölz

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Hinter diesen Orden steht sehr viel Einsatz und Engagement für den Verein. Pascal verlas eigens die Laudatien für die Ordensempfänger. Es gab würdevoller, stehender Applaus.

Leckerer Speis und guter Trank war vernichtet, der Umzug konnte mit 45 Minuten Verspätung starten. Diese Verzögerung nutzten unsere Freunde aus Immenstaad gnadenlos aus und verputzten derweil den von Anwohnern bereitsgestellten Verpflegungsstand alleine.

Tolles buntes Treiben, Kinder vor den Narrenbaum gespannt, alles musikalisch begleitet von unseren Schalmeien, dem Musikverein Immenstaad und den Fanfaren aus Langenargen. Mancher Maskenträger wunderte sich allerdings über den Brauch, an unserem Umzug die Maske eher unter dem Arm zu tragen. Baum ward gestellt, unsere Karbatschen schnellten, die Prinzengarde aus Immenstaad schwenkte das Tanzbein und unsere Hohberger Hexen glänzten mit Ihrem Hexentanz. OB Henne und Supermann OV Frank mussten für die restliche Fasnetszeit die Macht abgeben.

Dann war Party im Ort angesagt. Volles Festzelt, Kaffee und Kuchen im Pfarrheim, einen Shot in der kleinen Bar, Essen im Montfort und Wein und Musik im Reblandhof – und – Immenstaader Hexen in den Hecken. Super Stimmung auf dem Dorfplatz und neue Gäste, welche im kommenden Jahr sicher wieder in Kippenhausen dabei sind.